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Come together: 18:30 Uhr

Beginn: 19:00 Uhr

Müssen wir als Kommunikateure, als Journalistinnen oder Pressesprecherinnen wirklich von „Infrastruktur-Defiziten“ schreiben oder sprechen? Oder würde nicht einfach eine Wendung wie: „Die Straßen sind holprig, Strom gibt es nur stundenweise und die Abwasserkanäle sind verrottet“ benutzen? Warum faselt ein leibhaftiger Bundeskanzler von „Menschen im vorpolitischen Raum“ – anstatt von Bürgern ohne Parteibuch zu sprechen?

Nur zwei Beispiele für die alltägliche Desinformation, die uns in Medien und Politik, Wirtschaft und Wissenschaft begegnen. Wir schauen uns an diesem Abend gemeinsam an, woher diese Lust an der Blähung, Komplizierung und Denglisierung stammt. Was sie beim Medienkonsumenten bewirkt. Und wie wir als Sprachprofis mit ganz einfachen Mitteln dagegen ankämpfen können.

Referent: Christoph Fasel

 

Zur Person:

In Paris und München studierte Christoph Fasel Germanistik, Geschichte und Philosophie. Nach der Promotion in Germanistik besuchte er die Henri-Nannen-Schule in Hamburg und arbeitete danach als Journalist, unter anderem für die „Bild“, das Magazin der „Süddeutschen Zeitung“, „Eltern“ und den „stern“. Mehrere Jahre war er Chefredakteur des „Reader’s Digest“ für Deutschland und Österreich. Er arbeitet als Buchautor, Dozent und Coach in Deutschland, Österreich und der Schweiz.