Sigrid Tschiedl , 15.11.2021

„Rampenfrau” Sigrid Tschiedl hat uns am 15. November in die Welt der Werte entführt. Der erste Aha-Moment kam im Handumdrehen, denn nicht alles was gemeinhin als Wert betitelt wird, ist auch tatsächlich ein Wert. Vielmehr gibt es zusätzlich Systeme, Ressourcen und Ergebnisse – sie alle nähren Werte oder werden selbst aus Werten genährt. Und wenn’s unterschiedliche Werte im System gibt, kommt’s zum Konflikt.

Werte sind im Trend – aber sie funktionieren nicht von außen nach innen. Das ist vor allem – aber nicht nur – für Unternehmen im wertorientierten Marketing wichtig. Wenn nämlich Unternehmen, Mitarbeiter*innen und Kund*innen das (möglicherweise aufgesetzte) Wertebild nicht teilen (können), dann hakt es im System. Früher oder später spricht sich das bis zu potenziellen Mitarbeiter*innen durch. Denn Image ist das, was die Leute sagen, wenn du nicht dabei bist!

Werte können im wahrsten Sinne des Wortes verkörpert werden. Einige Beispiele aus der Körpersprache haben das deutlich illustriert. Werte lassen sich auch inszenieren – zu Weihnachten, bei der Hochzeitsfeier oder beim nächsten Sonntagsfrühstück. Aber Vorsicht! Jeder Wert braucht für die Balance einen Ausgleich, damit er nicht zum Unwert wird! So braucht die Verantwortung zum Beispiel die Leichtigkeit, damit sie nicht zum Zwang wird.

Take-away-Message: Sei selbst der Wert, den du dir von der Welt wünschst!
Pssst! Das könnt ihr euch ganz einfach als „Subtext” ins Hirnkastl schreiben. Einfach an der nächsten Supermarktkasse „Ich bin freundlich” denken. Das Gegenüber wird’s spüren und ähnlich freundlich reagieren!

Text und Foto: Birgit Strohmeier