
WER SPRICHT MIT? – Demokratie, Gleichstellung und die Macht der Narrative – Ein Abend mit Zoe Lefkofridi
März 2 @ 18:00 - 20:30
Ein Abend mit Zoe Lefkofridi:
WER SPRICHT MIT? – Demokratie, Gleichstellung und die Macht der Narrative
Manchmal kippen gesellschaftliche Debatten und Begriffe verschieben sich. Themen verschwinden aus dem Fokus. Und plötzlich wirkt etwas „neutral“, das hochpolitisch ist.
An diesem Abend werfen wir gemeinsam einen präzisen Blick auf genau diesen Moment: auf den Zusammenhang zwischen Demokratie, Gleichstellung und den Geschichten, die wir darüber erzählen.
Die Politikwissenschaftlerin Zoe Lefkofridi zeigt, warum scheinbar geschlechtsneutrale Vorstellungen von Demokratie einen blinden Fleck erzeugen können – und wie dadurch Anti-Gender-Politiken gesellschaftsfähig werden.
Im Zentrum stehen aktuelle Studien aus Österreich sowie internationale Forschung zu:
- dem Verhältnis von Demokratie und Gleichstellung
- den Dynamiken hinter dem gegenwärtigen Backlash
- der Rolle öffentlicher Kommunikation und Medien
- der Frage, wie kollektive Wirkung entstehen kann
Der Abend ist kein Vortrag über Gesellschaft – sondern ein Gespräch mit ihr.
Und damit automatisch auch ein Abend über Verantwortung:
für Narrative, für Öffentlichkeit und für die Art, wie wir Wirklichkeit mitgestalten.
Ankommen: 18:00 Uhr Get-together & Vernissage
Start: 19:00 Uhr Keynote Zoe Lefkofridi
anschließend Fragen & Austausch
Ort: EBORAN Galerie, Ignaz-Harrer-Straße 38, Salzburg
Anmeldung: bindabei@salzburgermedienfrauen.at
Über Zoe Lefkofridi
Zoe Lefkofridi ist Universitätsprofessorin für Politik sowie Geschlecht, Diversität & Gleichheit an der Universität Salzburg und damit die erste Gender-Studies-Professorin im Salzburger Hochschulraum. Seit 2020 prägt sie dort Forschung, Lehre und öffentliche Debatte rund um Demokratie, politische Repräsentation und Gleichstellung.
Ihre Arbeit verbindet empirische Politikwissenschaft mit gesellschaftlicher Praxis. Sie untersucht, wie politische Einstellungen entstehen, wie sie mobilisiert werden – und welche Rolle öffentliche Kommunikation dabei spielt. Internationale Kooperationen, unter anderem mit dem Europe Center der Stanford University und dem College of Europe in Brügge (Visiting Professor), machen ihre Forschung zu einem europaweiten Referenzpunkt.
Lefkofridi baut aktiv institutionelle Strukturen auf:
Sie ist Mitgründerin des Salzburger Zentrums für intersektionale Forschung ATHENA, Senatsmitglied der Universität Salzburg, Co-Initiatorin von Women4Leadership sowie Mitbegründerin der politikwissenschaftlichen Sektion „Geschlecht & Politik“ in Österreich.
Ihre Projekte reichen bewusst über klassische Wissenschaft hinaus:
Mit dem europäischen Forschungsprojekt PushBackLash verbindet sie Forschung mit Theater, Cartoons und Kunstformaten, um gesellschaftliche Konflikte sichtbar und diskutierbar zu machen.
Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Käthe-Leichter-Preis, dem Greek International Women Award und dem Margareta-Lupac-Wissenschaftspreis des österreichischen Parlaments.
Neben Forschung und Publikationen – darunter die internationale Elgar Encyclopedia of Gender & Politics – steht bei ihr vor allem eines im Zentrum: Wissen so zu übersetzen, dass es gesellschaftlich wirksam wird.
Ihre Formate reichen von Walking Lectures bis zu partizipativem Theater und bringen Wissenschaft dorthin, wo Öffentlichkeit entsteht.